Übungen aus dem System von 
Prof. Jiao Guorui

15 Ausdrucksformen des Taiji Qigong

In die 15 Ausdrucksformen sind in die langjährigen klinischen Erfahrungen von Prof. Jiao eingeflossen. Alle 15 Übungen dienen speziell der Regulierung unserer Körperfunktionen und -energien, beugen somit Erkrankungen vor. Sie können im Sitzen und im Stehen praktiziert werden. Nach längerer Übung auch im Gehen.

8 Brokate

Der Name deutet an, dass es sich um sehr kostbare Übungen handelt. Sie bestehen aus 8 verschiedenen Bewegungsfolgen. Prof. Jiao betont in seiner Variante die innere Übung. Die Brokate können im Sitzen und Stehen geübt werden.

Fuqi yangsheng fa

Aufnahme von Qi zur Kultivierung der Lebenskraft.
Bei dieser Methode wird Qi unter Anleitung und Kontrolle der Vorstellungskraft aufgenommen. Hauptaspekte bilden dabei Öffnen und Schließen, Verdichten und Ausbreiten. Steigen und Sinken entwickeln sich auf natürliche Weise. Körperhaltung, Bewegung, Atmung und Lautübungen spielen hierbei harmonisch zusammen.

Pfahlübungen

Bei den Pfahlübungen wird besonderer Wert auf die Entwicklung, sowie auf die Körperstruktur, dem inneren und äußeren Kraftaufwand der einzelnen Form gelegt. Natürlichkeit und die Suche nach dem persönlichen Maß sind ein wesentlicher Bestandteil der Übungen. Die "drei äußeren Entsprechungen" zeigen sich in der Übereinstimmung und Verbindung von Schulter und Hüfte, von Ellenbogen und Knie, von Hand und Fuß. Pfahlübungen sind Basis für alle anderen Übungen

Spiel der 5 Tiere

Das Spiel der Tiere ist eine Bewegungsfolge in der die natürlichen Bewegungen von Bär, Kranich, Tiger, Hirsch und Affe unter Beachtung der menschlichen Möglichkeiten nachgeahmt werden. Prof. Jiao Guorui entwickelte sein Spiel der Tiere unter besonderer Berücksichtigung moderner heilgymnastischer Erkenntnisse.

 

Bär

Die Gestalt des Bären ist rund, der Körper kräftig. Sein Schritt wirkt ein wenig schwerfällig, obwohl er sehr gewandt in seiner inneren Stabilität ist. Typische Kraftentfaltungen sind das Rütteln und Schütteln. Der Ursprung dieser Kraft liegt im Dantian und der festen Verwurzelung in der Erde.

 

Kranich

Der Kranich ist der Meister des Fliegens. Leicht und schwerelos erhebt er sich in die Lüfte. Wenn er auf der Erde steht, steht er fest wie eine Kiefer. Die Leichtigkeit des Kranichs erwächst aus einem festen Fundament. Wir üben die untere Festigkeit, damit unser Kranich sich mit Leichtigkeit entfalten kann.

 

Tiger

König der Tiere ist der Tiger. Seine Ruhe erwächst aus seiner Kraft und Autorität. Er bewegt sich ohne Eile, seiner Kraft und Autorität gewiss. Wir üben die innere Ruhe und zeigen seine Kraft nach außen. 

 

Affe

Klug, wachsam, geistesgegenwärtig und flink. So kennen wir den Affen. Er ist neugierig und mutig. Seine Gestalt verändert er sehr schnell. Die Bewegungen haben einen leicht schüttelnden Charakter. Körper-haltungen und Bewegungen werden meist in einem tiefen Sitzbogenschritt mit geradem und leicht nach vorn geneigtem Rumpf geübt.

 

Hirsch

Als Meister des schnellen Laufs ist der Hirsch bekannt. Seine Gestalt ist aufrecht und gestreckt. Die Bewegungen sind gekennzeichnet durch Strecken und Dehnen des Körpers, das feste und doch lautlose Auftreten, sowie das Springen

 

Kalligraphien: "Das Spiel der 5 Tiere", Prof. Jiao Guorui, ML Verlag, Uelzen